Von Patienten, die aus Pflegediensten fallen: Ein Appell an Menschlichkeit und Professionalität!

Von Patienten, die aus Pflegediensten fallen: Ein Appell an Menschlichkeit und Professionalität!

Von Patienten, die aus Pflegediensten fallen … es klingt wie das Erzählen einer Geschichte, ist aber die bittere Realität, mit der vor allem die zurückgelassenen Familien zu kämpfen haben. Und dieses Problem ist kein Einzelschicksal, nein, diese Fälle häufen sich.

Aber warum ist das so? Schauen wir auf die Ursachen, finden wir immer wieder den selben Auslöser. Pflegedienste übernehmen sich mit der Aufnahme von zu vielen Patienten gleichzeitig, oder in zu kurzen Zeitabständen. Hier sei kurz angemerkt, dass die Rede ausschließlich von Pflegedienstleistern ist, welche im Rahmen einer 24-Stunden-Versorgung Patienten in deren eigenem Zuhause versorgen. Viele wittern hier LEIDER das schnelle Geld und spielen so mit dem Leben derer, für die sie einen Versorgungsauftrag eingegangen sind. Die Rechnung ist ganz einfach, geht leider nur nicht auf! Viele Patienten = viel Geld! Viele Patienten, aber leider nicht viel Personal! D.h. das bestehende Personal wird dazu missbraucht, all diese willkürlichen Patientenaufnahmen zu tragen, kann dies aber nur über einen bestimmten Zeitraum kompensieren. Letztlich reicht es dann, wenn ein Mitarbeiter erkrankt (was bei im Durchschnitt zu leistenden 250 Monatsarbeitsstunden eher früher als später auch einzukalkulieren ist) und das instabile Versorgungssystem in sich zusammenbricht. Dem „unlukrativsten“ Patienten mit der – wie sie gerne genannt wird – „schwierigsten“ Versorgung wird von heute auf morgen gekündigt, ohne Vorwarnung und ohne Bereitschaft zumindest den Übergang zum nächsten Versorger mit einer Grundprofessionalität abzuwickeln.

Wir – als junges Unternehmen – wurden in den vergangenen Monaten immer wieder mit derartigen Schicksalen konfrontiert und möchten an dieser Stelle nicht belehren, nein, wir wollen an die Menschlichkeit appellieren und, wenn es auch mit dieser nicht weit her sein sollte, zumindest an eine gewisse Professionalität erinnern, die wir in diesem Geschäft alle haben sollten. Wir distanzieren uns von derartigen Vorgehensweisen und finden es schade, dass uns unsere Arbeit durch ein Handeln dieser Art so erschwert wird.

Anika und Sebastian Sterr